Ursprung / Problem
Walter Rothlin ist seit Jahren aktiver Feuerwehrmann und fährt das Tanklöschfahrzeug (TLF) zu den Einsätzen. Das mitgeführte Löschwasser reicht für circa 2 Minuten. Somit ist es wichtig, beim Einsatzort den nächsten Wasserbezugsort (z. B. Hydrant) rasch zu finden und das TLF von dort zu speisen. Ein Ortsplan mit den Wasserbezugsorten hängt im Depot neben den Einsatzfahrzeugen. Die Fahrer und Geräteführer sollten diesen Plan vor dem Ausrücken konsultieren und sich die Wasserbezugsmöglichkeiten merken. In der Hektik und im Stress bei einem Einsatz geht das regelmässig vergessen und so sind die Einsatzkräfte von Ortkenntnissen einzelner Personen am Einsatzort abhängig. Dabei gehen oft wertvolle Minuten verloren.Felix Leu übernimmt als Sanitärmeister Pikett-Dienst und muss z. B. bei einem Rohrbruch schnell und zuverlässig die notwendigen Schieber finden, um das auslaufende Wasser zu stoppen. Im Moment sind alle Leitungspläne in mehreren Ordnern abgelegt und müssen auf dem Pikett-Fahrzeug mitgeführt werden. In einer Notfallsituation muss zuerst der richtige Plan gesucht werden. Bei Einsätzen in der Nacht oder bei ungünstigen Lichtverhältnissen ist das sehr ineffizient. Dabei geht wertvolle Zeit verloren und der Schaden wird dadurch meistens noch grösser. Zudem ist nach dem Einsatz das Ablegen der Pläne in die richtigen Register fehleranfällig.
Es gibt unzählige weiter Fälle, wo Pikett- oder Blaulicht-Organisationen im Einsatz schnell Objekte (z. B. EW-Verteilkabinen, Trafostationen, ...) im Gelände finden müssen, um erfolgreich eine Krisensituation zu bewältigen. Es gibt aber weitere Anwendungen (z. B. mobile WC-Häuschen), wo Firmen Objekte im Gelände wiederfinden müssen.
Lösung
Die Lösung dazu heisst geo-taggen und kann so aussehen:
Kartendienste wie Google Maps oder Geo Maps der Schweiz bieten die Möglichkeit, Symbole mit erweiterten Details wie Bilder und Text, auf der Karte zu platzieren und dadurch ein sogenanntes Overlay zu erstellen. Dieses Overlay kann danach von diesen Tools exportiert werden und irgendwo unter einer URL auf einem öffentlichen Server abgespeichert werden. Danach kann z. B. in "Map Geo Admin" der Kartenausschnitt gewählt und das Overlay über die URL verlinkt werden. Speichert man nun den Link zu dieser Karte mit dem referenzierten Overlay, kann über einen (sehr langen) Link die Karte mit dem Overlay in jedem normalen Web-Browser (auch mobile) angeschaut werden.
Um das Eintippen der URL oder das Finden der Bookmark in der hektischen Zeit beim Einsatz zu eliminieren, kann ein QR-Code erzeugt werden und dieser an den Fahrzeugen angebracht werden. Dadurch kann z. B. der Beifahrer (Geräteführer) bei der Fahrt zum Einsatzort den QR-Code scannen und sich rasch und unkompliziert einen schnellen Überblick über die möglichen Wasserbezugsorte verschaffen. Dies reduziert neben der Zeit auch die Missverständnisse zwischen Einsatzleiter und TLF-Fahrer, da nun die ausführenden Einsatzkräfte direkt die Information zur Verfügung haben und keine Rückfragen über Funk mehr nötig sind.
Bei der Feuerwehr in Wangen SZ wurde in einer Pilot-Implementation das vollständige Hydrantennetz getagged und der QR-Code allen Maschinisten und Geräteführern in Taschenformat abgegeben. Ebenfalls ist dieser neben dem Maschinisten-Panel am TLF aufgeklebt
Zudem ist auf der Beifahrerseite des Fahrzeugs, welches die Leitung vom Wasserbezugsort zum TLF (Zubringerleitung) erstellen muss, ein weiterer QR-Code angebracht. Der Beifahrer kann somit während der Fahrt zum Einsatzort die notwendiegn Arbeiten und den Materialeinsatz der Gruppe planen und die Effizienz der Feuerwehrleute weiter steigern.
Somit haben im Einsatzfall die ausführenden Einsatzkräfte die notwendigen Informationen aktuell, einfach und zeitverlustlos verfügbar. Dieses System wurde bereits in zwei Ernstfällen erfolgreich eingesetzt.
Unsere Lösung
Unsere Lösung geht nun noch einen Schritt weiter, indem diese Overlays einfach und durch den Wissenträger direkt gewartet und angepasst werden können und die Overlays dynamisch durch einen Web-Service kreiert werden. Dadurch lassen sich Änderungen (z. B. ist durch Bautätigkeit ein Wasserbezugsort nicht Einsatzbereit) schnell, einfach und zuverlässig nachführen.
Es wird dadurch auch möglich, dass der Einsatzort dynamisch und aktuell getagged wird. Hinter diesem Kartensymbol können dann z. B. weitere Einsatzdokumente zum Objekt (Pläne, Schlüsselrohr, etc.) verlinkt werden. Diese verschiedenen Overlays können wahlweise ausgeblendet werden, so dass die Einsatzkräfte durch die Informationsmenge nicht behindert werden.
Weiterentwicklung
Momentan wird an einer betriebsgünstigen und zuverlässigen Möglichkeit gearbeitet, dass durch Positionsgeber (kleine Traker) bewegliche Elemente (z. B. aktueller Standort der Pumpe) auf der Karte angezeigt werden und diese Anwendung zu einem Führungsinformations-System erweitert werden kann. Weiter wird an einer mobilen App gearbeitet, welche es berechtigten Personen im Einsatz erlaubt, weitere Objekte und Standorte zu definieren.Probieren Sie es selber mal aus
- 8855 TryIt (https://bit.ly/2T1qfrz)

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Excel mit Rohdaten
- Speicher Sie dieses Excel
- Öffnen Sie dieses und enablen Sie Makros
- Machen Sie Änderungen und Erweiterungen in der Tabelle
- Drücken Sie den roten Update-Button
- Reload der Karten und beobachten Sie die Änderungen auf der Karte
Referenz-Implementationen
- 8855 Wangen (Pilot)
- 8855 Test (Interne Implementation zum Testen der Mandantenfähigkeit)
Hilfreiche Links und Online-Services
- AdresseToKoordinates_01_WithOutJSAndCSS.html static, plain HTML
- AdresseToKoordinates_02_WithOutJS.html static, with CSS
- AdresseToKoordinates_03_WithOutCSS.html dynamisch, with no CSS but with JavaScript / AJAX
- AdresseToKoordinates_04_Complete.html dynamisch, with CSS and JavaScript / AJAX
- AdresseToKoordinates_05_WithMap.html
- map.geo.admin.ch
- api.geo.admin.ch
- REST Adresse zu Koordinaten
- REST call from Excel
- Verkürzen von Links (Bitly)
- QR-Code erstellen
- HTML formatieren
- XML formatieren
- XSLT-Transformator
- Konverter transform_kml_csv.xsl